Unsere Tageseltern besuchen regelmäßig Fortbildungen, um ihr pädagogisches Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Einen Auszug aus unserem aktuellen Fortbildungsprogramm finden Sie hier.

Fortbildungsprogramm 2019

Linkshänder*in oder Rechtshänder*in – Mit der dominanten Hand das volle Potenzial ausschöpfen

Die angeborene Dominanz einer Gehirnhälfte und die daraus resultierende Bevorzugung einer Hand, ist ein Teil der menschlichen Identität, der besonders in den ersten Lebensjahren Aufmerksamkeit und Schutz braucht.
In unserer Gesellschaft gilt nach wie vor Rechtshändigkeit als die Norm, daher ist es verständlich, dass sich noch immer viele linkshändig begabte Kinder so verhalten, wie es Eltern unbewusst erwarten. Sie passen sich an und agieren zunehmend mit der rechten Hand. Kinder im 2. und 3. Lebensjahr sind besonders gefährdet sich von ihrer natürlichen Anlage zu entfernen, da diese noch nicht ausreichend gefestigt ist. Durch diese Abkehr von der angeborenen Dominanz werden bei vielen Betroffenen Konzentration, Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit geschwächt. Als Tageselternkönnen Sie wesentlich dazu beitragen, dass die Ihnen anvertrauten Kinder sich in diesem Punkt frei entfalten können.

Referentin: Mag.a Andrea Hayek- Schwarz (Sonder- und Heilpädagogin, Linkshänderberaterin (Methodik Dr. Sattler))

Entwicklungspsychologie – Auffrischungsworkshop

Wie viel Führung braucht ein Kind? Welches Material biete ich in welchem Alter an? Was ist normal und wo muss ich Fachleute einschalten, wenn mir in der Entwicklung eines Kindes Besonderheiten auffallen?
Entwicklungspsychologie ist richtungsweisend bei all unserem pädagogischen Tun! Nach dem Motto: „Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie!“ (Lewin) erhalten Sie in diesem Seminar eine Auffrischung über die Entwicklung von Kindern zwischen null und ca. vier Jahren. Neben sprachlichen und motorischen Fähigkeiten (mit praktischen Wahrnehmungsübungen) soll dabei der Fokus auf die emotionale Entwicklung von Kindern gelegt werden. Der Bogen spannt sich von Bindungsqualitäten und ersten Trennungserfahrungen über entwicklungsbedingte Phasen wie Trotz, Angst oder Aggressionsdurchbrüche bis hin zur sozialen Reife, mit anderen Kindern spielen und kommunizieren zu können und sich Regeln anzupassen.
Dabei ist immer das Kind mit seinen Fähigkeiten in allen Entwicklungsbereichen zu betrachten.

Referentin: Mag. a Dagmar Bergermayer (Klinische – und Gesundheitspsychologin, Wahlpsychologin, Erziehungsberaterin, Psychotherapeutin und Kindertherapeutin in freier Praxis)

Kinderyoga in den Arbeitsalltag integrieren

Kinderyoga als Methode zum Stressabbau und zur körperlichen Stärkung.
Beim Kinderyoga erforschen wir spielerisch Yoga. Körper und Atmung werden bewusst wahrgenommen. Lustige Partner*innenübungen helfen uns Stabilität und Halt zu erfahren. Kinderyoga fördert die Fantasie und Kreativität des Kindes, sowie die Grob- und Feinmotorik. Der Spaß und die Freude an der Bewegung stehen im Vordergrund. Durch schöne Fantasiereisen und Massagen finden wir am Ende gemeinsam zur Entspannung.

Referentin: Steffi Cech (zertifizierte Kinder-, Jugend- und Familienyogalehrerin, seit 2005 im Verein Eltern für Kinder im Bereich Pflegeeltern, Lehrausbildnerin)

Sprechen Sie Emi?

„Emi“ steht für den emotionalen und nonverbalen Anteil in unserer Kommunikation.
Signale und Botschaften „zwischen den Zeilen“ sind oftmals sehr deutlich und werden dennoch überhört, missverstanden oder bewusst ignoriert.
Anhand des Modelles der Emotionalen Intelligenz lernen wir nicht nur unser eigenes Kommunikationsverhalten besser verstehen. Auch schwierige, konfliktgeladene Situationen mit anderen können wir besser bewältigen und den Tageskindern eine Palette an Hilfestellungen für die Impulskontrolle und den Ausdruck von Gefühlen ermöglichen.
Und „Emi“ wird uns dabei auf kreative Weise unterstützen und uns zu einem authentischen Ausdruck verhelfen.

Referentin: Ruth Auer-Tischina (Diplomierte Sozialarbeiterin, Familienberaterin, Erwachsenenbildnerin mit Schwerpunkt Kommunikation und Konfliktlösung, Bastlerin, Träumerin und Genießerin, Langjährige Trainerin in der Bildungswerkstatt Beruf für Menschen mit Lernschwierigkeiten und kognitiver Behinderung)

Sexualpädagogik

Sobald es um das Thema Sexualität geht, beeinflussen die Überzeugungen und Haltungen der Betreuungspersonen ihr Verhalten und ihren Umgang mit Kindern besonders stark. Gleichzeitig kann nicht nicht sexualerzogen werden. Damit sexuelle Bildung gelingt, ist es daher wesentlich als Betreuungsperson die persönlichen Werthaltungen zu Themen wie Sexualität, Liebe, Beziehungsgestaltung, Familienplanung zu reflektieren und sich ein Grundwissen über die sexuelle Entwicklung, typische Themen des jeweiligen Alters anzueignen. Wie finde ich eine angemessene Sprache? Wieviel Freiheit gestehe ich den Kindern zu und wo sind (meine) Grenzen? Auch das Erkennen und der Umgang mit kritischen Situationen werden in der Fortbildung besprochen.

Referent*innen:
Babsi Geml (Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision (Psychodrama), Sexual- und Theaterpädagogin, Diplomsozialarbeiterin)

Stephan Hloch (Psychologe, Sexualpädagoge)

Bewegung macht gute Laune! – … und noch viel mehr!

Eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben des Kindes in den ersten Lebensjahren besteht darin, dass es vielfältigste Bewegungserfahrungen in seiner ihm umgebenden Welt macht, diese ordnet und damit experimentiert.

Kinder sollen einen gesunden Umgang mit ihrem Körper und ein positives Selbstkonzept entwickeln.
Differenzierte Bewegungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten sind deswegen für die kindliche Entwicklung fundamental. Zu den kurzen theoretischen Inputs gibt es viele praktische Beispiele zum selber ausprobieren und die Möglichkeit Spielideen auszutauschen!

Referentin: Mag.a Verena Niklas (Elementarpädagogin, Kultur – und Sozialanthropologin, DaF/DaZ Trainerin)

Kräuterpädagogik im Frühling – Heimische Kräuter und Pflanzen entdecken und verwenden

Wir sind umgeben von der Natur, welche uns immer wieder zum Staunen bringt. Doch was genau wächst bei uns? Welche Pflanzen bzw. Kräuter können wir essen? Welche Wirkung haben sie auf uns?

Besonders Kinder sind sehr neugierig und wissbegierig, wenn es um Pflanzen bzw. Kräuter geht. Deshalb ist es wichtig einige Grundlagen zu kennen und zu wissen. Was ist Giftig? Wo kann ich sammeln gehen?
Auch die spielerische bzw. didaktische Umgangsweise werden wir miteinbauen und mein Ziel ist es Ihnen einen Ideenrucksack zu bieten um die Natur wieder mehr in den Fokus zu bringen und aufleben zu lassen. Wer seine Umgebung kennt schätzt sie und geht achtsam mit ihr um.

Referentin: Jeannine Prokop (Elementarpädagogin, Reggiopädagogin, Kräuterpädagogin und Aromafachfrau)

Von Bienen, Blumen und Regenwürmern – Nachhaltigkeit unseren Jüngsten nahebringen

Nachhaltig handeln, bedeutet verantwortungsvoll handeln und dabei an unsere nachfolgenden Generationen zu denken. Unser eigenes Verhalten, hat Auswirkungen auf andere Personen, die Kinder, die Umwelt und die Natur.
In vielfältiger Weise (z.B. bei Nahrungsmitteln, Wasser, Wärme, Bekleidung) sind wir auf grundlegende Ressourcen angewiesen. Die Natur erfüllt auch in anderen Bereichen lebenswichtige Funktionen – u.a. von der Bestäubung der Pflanzen über die Reinigung von Wasser, Boden und Luft.
Im täglichen Alltag vergessen wir das leider allzu oft. Umso wichtiger ist es bereits bei Kleinkindern zu beginnen, ihnen das Thema Nachhaltigkeit spielerisch und kreativ näher zu bringen.

Referentin: Mag.a Barbara Kainz (Dipl. Trainerin für Wirtschafts- u. Sozialkompetenz, Tagesmutter, Säuglings-, Kinder-, Jugendlichen- und Elternberaterin, Baby Care Beraterin, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin)

Kräuterpädagogik im Herbst – Heimische Kräuter und Pflanzen entdecken und verwenden

Wir sind umgeben von der Natur, welche uns immer wieder zum Staunen bringt. Doch was genau wächst bei uns? Welche Pflanzen bzw. Kräuter können wir essen? Welche Wirkung haben sie auf uns?

Besonders Kinder sind sehr neugierig und wissbegierig, wenn es um Pflanzen bzw. Kräuter geht. Deshalb ist es wichtig einige Grundlagen zu kennen und zu wissen. Was ist Giftig? Wo kann ich sammeln gehen?
Auch die spielerische bzw. didaktische Umgangsweise werden wir miteinbauen und mein Ziel ist es Ihnen einen Ideenrucksack zu bieten um die Natur wieder mehr in den Fokus zu bringen und aufleben zu lassen. Wer seine Umgebung kennt schätzt sie und geht achtsam mit ihr um.

Referentin: Jeannine Prokop (Elementarpädagogin, Reggiopädagogin, Kräuterpädagogin und Aromafachfrau)

Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Entwicklungsstörungen

Erfahrungsaustausch und Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag

Fragen und Antworten zu verschiedenen Störungen der Entwicklung oder Krankheitsbildern werden durch Erfahrungsaustausch in der Runde und theoretischem Input der beiden Seminarleiterinnen zu Fragen der Teilnehmer*innen beantwortet.

Referent*innen:
Mag.a Nina Zohmann (Ergotherapeutin im Bereich der Pädiatrie (Kinder und Jugendliche mit u.a. Wahrnehmungsauffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, AD(H)S, Autismus, Syndromen, …), Psychologiestudium, Marte Meo Supervisorin, Gründung von „Marte Meo austria“ gemeinsam mit zwei Kolleginnen)

Dr.in Christine Fröhlich (FÄ für Kinder- und Jugendheilkunde, Entwicklungsdiagnostik, Kinder- und Jugendgesundheitsvorsorge Kindergärten und Elternberatung im Familienzentrum)

Stressfreier durch den Arbeitsalltag mit Tageskindern

Durch die vielen und unterschiedlichen Herausforderungen des praktischen Arbeitsalltages mit Kindern entsteht oftmals ein enormer Druck den Anforderungen Ihres Berufsbildes als Tagesmutter/ Tagesvater gerecht zu werden. Aber wie können wir diesem Druck entgegenwirken?

Referent*in: Carina Bianca Mrva, BA (Diplomierte Kindergarten- und Hortpädagogin, Bildungswissenschaftlerin, Gender- und Diversityberaterin)

Vielfalt erkennen und leben

Eine Einführung in diversitätsorientiertes Arbeiten mit Kindern

Die Grenzen der Einfalt sind die Möglichkeiten der Vielfalt.
Die Kinderbetreuung lebt von agierenden Menschen und wo Menschen zusammen kommen, entsteht auch Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Diese Möglichkeiten können genutzt werden um das gemeinsame Tun spannender, wie auch letztendlich lebendiger zu gestalten und sind Ressourcen für das pädagogische Handeln. Eine solche Herangehensweise ist ein wesentlicher Schritt für eine bewusstere und offenere Haltung den Kindern und allen Beteiligten gegenüber.

Referent*in: Carina Bianca Mrva, BA (Diplomierte Kindergarten- und Hortpädagogin, Bildungswissenschaftlerin, Gender- und Diversityberaterin)

Gesunder Rücken im Arbeitsalltag als Tagesmutter*vater

Mag. Sebastian Rieder gibt in seinem Vortrag einen kurzen Einblick in die Anatomie der Wirbelsäule und die Biomechanik des richtigen Hebens. Unterschiedliche Hebetechniken und eine Kurzanleitung zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur werden besprochen.

Referent: Mag. Sebastian Rieder (CrossFit Certified Coach/ CF-L4, CrossFit HQ Flowmaster)

 

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Fortbildungsprogramm 2018